Mit virtuell betreutem Wohnen die Pflege entlasten

Die Potenziale der Digitalisierung in der Pflege werden bislang wenig genutzt. Die Verbraucherzentrale Bundesverband will das ändern: Sie erprobt in Berlin nun die digitale Pflegeunterstützung.

Von Anno Fricke

Hilfe im Haushalt: Wann zahlt die Krankenkasse?

(akz-o) Putzen, kochen, einkaufen und die Kinder versorgen – im Haushalt gibt es immer etwas zu tun. Doch wer erledigt diese Aufgaben, wenn man gesundheitlich momentan nicht selbst dazu in der Lage ist? „In bestimmten Fällen kümmert sich dann die Krankenkasse um die Bereitstellung einer Haushaltshilfe“, erklärt Heike Morris, juristische Leiterin der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).

Oft im Stich gelassen

Die pflegenden Angehörigen sind das Fundament des deutschen Pflegesystems. Dass sie unterstützt werden müssen, steht außer Frage. Die Unterstützung erhalten sie auch, meinen Politiker. Aber ist das auch genug?

Von Christoph Fuhr

Pflegeversicherung 2.0 – jetzt auch mit Steuerzuschuss?

Über den Bundesrat soll ein Paradigmenwechsel in der Finanzierung der Pflegeversicherung herbeigeführt werden. Ziel: Kostenrisiken von Pflegebedürftigen entschärfen.

Von Anno Fricke

BERLIN. Kostenbremse für die Pflege. Mit einer am Dienstag beschlossenen Bundesratsinitiative will Hamburg die immer deutlicher zutage tretenden Kostenrisiken von Pflegebedürftigen entschärfen. „Wir wollen die Eigenanteile an den stationären Pflegekosten zunächst senken, dann auf einem Durchschnittswert einfrieren“, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Was darüber hinausgehe, sollen die soziale Pflegeversicherung und der Steuerzahler tragen, erläuterte sie die Pläne.

Anstieg von Pflegebedürftige um 19 Prozent in zwei Jahren

WIESBADEN. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist binnen zwei Jahren um 550.000 auf 3,41 Millionen im Dezember 2017 gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Im Dezember 2015 lag die Zahl der Leistungsbezieher in der sozialen Pflegeversicherung noch bei 2,86 Millionen. Die starke Zunahme um 19 Prozent sei vor allem auf den weitergefassten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff zurückzuführen, der seit Anfang 2017 gilt.

Das denken die Bürger über die Pflege

Der DAK-Pflegereport deckt auf, was Bundesbürger über die Situation in der Pflege denken. Während die Fachkräfte ein hohes Ansehen genießen, haben Pflegeheime ein schlechtes Image.

Von Helmut Laschet

Hausärzte künftig zur Kooperation mit Pflegeheimen verpflichtet

Union und SPD bringen ihr zweites Gesetzespaket in der Gesundheitspolitik auf den Weg. Es geht um ein Milliarden Euro schweres Pflege-Programm.

BERLIN. Am Mittwochvormittag hat die Koalition ein Milliarden Euro schweres Programm zur Finanzierung von mehr Pflegepersonal und weiteren Erleichterungen in den Pflegeberufen auf den Weg gebracht.

Gesundheitsvorsorge kommt bei pflegenden Angehörigen zu kurz

Pflegenden Angehörigen fehlt es an Beratung und Kenntnis zur eigenen Prävention, mahnt das Zentrum für Qualität in der Pflege an – und verweist auf eine repräsentative Studie.

BERLIN. Die Gesundheitsberatung pflegender Angehöriger weist Defizite auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP). Knapp drei Viertel der Befragten, die selbst pflegen, gab dabei an, keine Beratung in Fragen der eigenen Gesundheit von einem Pflegedienst oder Pflegeberater erhalten zu haben.

Neues Pflegerecht führt zu deutlich mehr Leistungen

Die Neudefinition der Pflegebedürftigkeit führt zu mehr Leistungsempfängern und zusätzlichen Pflegeleistungen – vor allem für gerontopsychiatrische Patienten.

Von Helmut Laschet

BERLIN. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff nach dem Pflegestärkungsgesetz (PSG) II, das zu Jahresbeginn in Kraft getreten ist, wirkt: Mehr Menschen haben Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, vor allem auch als Folge neuer Kriterien. Dies geht aus einer vom Medizinischen Dienst der GKV (MDS) am Freitag vorgelegten Bilanz der Pflegebegutachtung auf Basis neuer Richtlinien nach dem PSG II im ersten Quartal 2017 hervor.

Nicht-ärztliche Gesundheitsberufe aufwerten

Die CDU will dem demografischen Wandel und einem sich abzeichnenden Ärztemangel eine Aufwertung der nichtärztlichen Gesundheitsberufe entgegensetzen. Das geht aus einem Positionspapier des Fachausschusses Gesundheit und Pflege hervor.

BERLIN. Das Papier, das der "Ärzte Zeitung" vorliegt, soll Grundlage des Gesundheitskapitels des CDU-Wahlprogramms werden. "Die CDU bekennt sich zur Delegation ärztlicher Leistungen", heißt es darin. Der Einsatz von qualifizierten nicht-ärztlichen Gesundheitsberufen, die delegierte ärztliche Leistungen erbringen, solle daher weiter ermöglicht und leistungsgerecht vergütet werden.

Hohe Resonanz für die erste Tagespflege in Rheinbach

Rheinbach. Der „Lebensbaum Rheinbach“ an der Breslauer Straße 18 - mit seiner Wohngemeinschaft für pflegebedürftige Menschen und der ersten Senioren-Tagespflege in Rheinbach - schlägt seine Wurzeln:  am 8. Januar haben Bürgermeister Stefan Raetz, Josef Fleige von Baupartner sowie Doris und Alexander Sommer vom Pflegeteam Wentland durch das symbolische Durchschneiden des roten Bandes den Lebensbaum Rheinbach gemeinsam mit über 200 Gästen eröffnet.

Angehörige sind erschöpft

MAINZ. "Ich fühle mich oft körperlich erschöpft!" Das gab die Hälfte der pflegenden Angehörigen in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland bei einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) an.

Befragt wurden 1007 pflegende Angehörige in persönlichen Interviews. Untersucht wurden bei dieser repräsentativen Studie die Belastungen in der häuslichen Pflege.

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